
Sand, Spektakel und Siegeswille: Längenfelder triumphiert beim ADAC MX Masters in Dreetz
Simon Längenfelder feiert bei seinem 450er-Debüt in Dreetz einen souveränen Gesamtsieg – und lässt dabei Serienführer Max Nagl und Titelverteidiger Roan van de Moosdijk hinter sich.
Die Tiefsandpiste in Dreetz, Brandenburg, gilt als eine der härtesten und gleichzeitig reizvollsten Strecken Europas – und sie hielt auch in diesem Jahr, was ihr Ruf verspricht. Beim ADAC MX Masters 2026 erlebten Tausende begeisterter Fans ein Wochenende voller Dramatik, Spannung und hochkarätiger Zweikämpfe. Im Mittelpunkt: MX2-Weltmeister Simon Längenfelder, Tabellenführer Max Nagl und Titelverteidiger Roan van de Moosdijk – ein Trio, das über drei Läufe hinweg für echtes Gänsehaut-Motocross sorgte.
Längenfelders mutiger Schritt in die Königsklasse
Für Simon Längenfelder war Dreetz mehr als nur ein weiteres Rennen. Der deutsche MX2-Star saß erstmals überhaupt auf einer 450-ccm-KTM im Wettkampfbetrieb – ein Sprung ins kalte Wasser, der ihn allerdings kaum zu beeindrucken schien. Bereits im ersten Lauf am Samstag zeigte der junge Deutsche, dass er auch in der Hubraum-Königsklasse mithalten kann.
Lauf 1: Längenfelder hält Nagl in Schach
Der Auftaktlauf entwickelte sich schnell zu einem packenden Duell zwischen Längenfelder und Nagl. Runde für Runde setzte der erfahrene Triumph-Pilot seinen Konkurrenten unter Druck – doch Längenfelder blieb nervenstark und verteidigte seine Führung bis zur Zielflagge. Hinter dem Siegerduo sicherte sich Maximilian Spies den dritten Rang. Roan van de Moosdijk hatte nach einem schwachen Start zu kämpfen, arbeitete sich aber noch auf Platz vier vor, gefolgt von Jere Haavisto.
Lauf 2: Drama pur – Sturz und Gegenwehr
Der zweite Lauf bot den Fans alles, was Motocross so faszinierend macht. Max Nagl holte sich zunächst den Red Bull Holeshot, doch van de Moosdijk übernahm bereits in der Anfangsphase das Kommando. Längenfelder ließ sich nicht lange bitten: Wenige Runden später zog er an die Spitze und kontrollierte das Rennen fortan souverän.
Dahinter entbrannte ein hitziger Kampf zwischen Nagl und van de Moosdijk. Mit jeder Runde intensiver werdend, wagte Nagl kurz vor Schluss einen letzten Angriff – dabei rutschte ihm das Vorderrad weg. Der Sturz kostete Zeit, doch Nagl rappelte sich auf und rettete Rang drei ins Ziel. Spies und Haavisto komplettierten erneut die Top Fünf.
Lauf 3: Nagl zeigt Klasse und holt seinen Tagessieg
Im abschließenden dritten Rennen war es Max Nagl, der das letzte Wort hatte. Noah Ludwig holte zwar den Holeshot, doch der Routinier übernahm rasch die Führung und ließ sich diese nicht mehr nehmen. Mit starker Pace setzte er sich vom Feld ab und feierte einen ungefährdeten Laufsieg.





