ADAC Enduro Jugend Cup Mitte 2026: MC Münchenbernsdorf begeistert beim zweiten Saisonlauf in Lederhose
Der MC Münchenbernsdorf e.V. hat beim zweiten Lauf des ADAC Enduro Jugend Cup Mitte 2026 eine erstklassige Veranstaltung auf die Beine gestellt – mit Top-Strecke, spannenden Sonderprüfungen und Maximilian Voith als großem Sieger des Tages.
Kaum war der Saisonauftakt in Neuhaus-Schierschnitz verdaut, wartete auf die Nachwuchsfahrer des ADAC Enduro Jugend Cup Mitte 2026 bereits das nächste Highlight: der zweite Saisonlauf im thüringischen Lederhose, ausgerichtet vom MC Münchenbernsdorf e.V. im ADAC. Der engagierte Verein empfing die jungen Enduro-Talente und lieferte eine Veranstaltung ab, die in Sachen Organisation, Streckenpräsentation und Atmosphäre keine Wünsche offenließ.
Auf dem Spiel standen einmal mehr wertvolle Meisterschaftspunkte im Kampf um den begehrten Titel des Thüringenmeisters. Was Fahrer, Betreuer und Zuschauer geboten bekamen, erfüllte die hohen Erwartungen vollauf.
Abwechslungsreiche Strecke mit echtem Enduro-Flair
Die Streckenführung in Lederhose überzeugte durch eine gelungene Kombination aus flüssigen Passagen und technisch anspruchsvollen Abschnitten. Gut vorbereitet und ausgewogen gestaltet, verlangte die Runde den Teilnehmern sowohl fahrerisches Können als auch Konzentration ab – ohne dabei unfahrbar zu werden.
Ein besonderes Detail sorgte für Gesprächsstoff: Der Kurs führte an einer Stelle über eine öffentliche Straße, die von allen Piloten im Schritttempo und schiebend passiert werden musste. Streckenposten sicherten diesen Bereich zuverlässig ab. In der Praxis lief auch dieser Abschnitt absolut reibungslos, der sportliche Ablauf wurde zu keiner Zeit beeinträchtigt.
Bei guten äußeren Bedingungen nutzten die Nachwuchsfahrer die Gelegenheit, sich nach dem Auftaktrennen erneut zu messen und die eigene Standortbestimmung in der noch jungen Saison vorzunehmen.
Zwei hochwertige Sonderprüfungen mit Sprintenduro-Charakter
Das sportliche Herzstück der Veranstaltung bildeten zwei sorgfältig konzipierte Sonderprüfungen, die der Veranstaltung einen nahezu klassischen Sprintenduro-Charakter verliehen.
Die erste Sonderprüfung war als Endurotest in der vereinseigenen Superenduro-Arena angelegt. Zahlreiche künstliche Hindernisse forderten von den Piloten saubere Technik, eine präzise Linienwahl und volle Konzentration. Die Hindernisse waren anspruchsvoll gesetzt, blieben aber stets lösbar – genau die richtige Mischung für Nachwuchsfahrer auf dem Weg nach oben.
Die zweite Sonderprüfung wurde als Crosstest auf einer Wiese aufgebaut. Enge Kurven, wechselnde Rhythmuspassagen und ein flüssiger Streckenverlauf machten diesen Test zu einem echten Tempoprüfstein. Präzises Bremsen, sauberes Herausbeschleunigen und ein gutes Gespür für den Rhythmus waren hier die entscheidenden Faktoren.
Die kurzen Verbindungsstrecken zwischen den Prüfungen ließen kaum Zeit zum Durchatmen – und das war durchaus gewollt. Wer am Ende des Tages ganz vorne stehen wollte, musste über die gesamte Distanz hochkonzentriert und fehlerfrei agieren.
Großes Lob für den MC Münchenbernsdorf
Der MC Münchenbernsdorf e.V. hat mit diesem Lauf eindrucksvoll unter Beweis gestellt, was ehrenamtliches Engagement im Motorsport leisten kann. Von der Streckengestaltung und den Sonderprüfungen über die Absicherung bis hin zur Versorgung im Fahrerlager – alles lief wie am Schnürchen. Die zahlreichen freiwilligen Helfer entlang der Strecke waren dabei unverzichtbarer Bestandteil des gelungenen Gesamtbildes.
Besonders im Nachwuchssport sind solche Veranstaltungen ohne den Einsatz vieler ehrenamtlicher Kräfte schlicht nicht denkbar. Lederhose hat erneut gezeigt, welchen Stellenwert engagierte Vereine für die Förderung junger Motorsporttalente besitzen.
Von der Qualität der Veranstaltung überzeugte sich auch Lenka Günzel vom ADAC Hessen-Thüringen, die eigens aus Frankfurt angereist war, um sich ein persönliches Bild vom Cup zu machen. Ihre Erwartungen wurden rundum erfüllt.
Maximilian Voith – der Mann des Tages
Sportlich stand der zweite Saisonlauf in der Klasse Jugend 125ccm klar im Zeichen von Maximilian Voith. Nachdem Auftaktsieger Max Eppelmann an diesem Wochenende den Lauf der AUNER HardEnduroSeries Germany in Kronach vorzog, nutzte Voith auf seiner TM die sich bietende Chance auf eindrucksvolle Weise.
Der Youngster gewann sämtliche Sonderprüfungen des Tages, sicherte sich souverän den Klassensieg und krönte seine Leistung mit der Gesamtbestzeit der gesamten Veranstaltung. Ein klares Ausrufezeichen im Titelkampf – und ein Beweis dafür, dass Voith in dieser Saison ein ernstzunehmender Anwärter auf den Meistertitel ist.
Favoriten setzen sich in weiteren Klassen durch
Auch in den übrigen Klassen behielten die Favoriten die Oberhand und sammelten wichtige Zähler für die Gesamtwertung.
Schüler 65ccm:Ben Raschke bestätigte seine Auftaktform und holte nach seinem Sieg in Neuhaus-Schierschnitz auch in Lederhose den Tagessieg.
Schüler E65:Karl Wirth präsentierte sich ebenfalls in starker Verfassung und sicherte sich souverän den Klassensieg.
Jugend 85B:Nils Lindner lieferte eine überzeugende Vorstellung ab und durfte sich am Ende verdient als Tagessieger feiern lassen.
Jugend 85A: Gastfahrer Mika Brenn dominierte seine Klasse, setzte in den Sonderprüfungen die Bestzeiten und stand am Ende ganz oben auf dem Podium.
Schüler 50ccm: Leider kein Teilnehmer gemeldet – in dieser Klasse kam keine Wertung zustande.
Kuriose Entscheidung in der Mannschaftswertung
Für einen besonders spannenden Moment sorgte die Mannschaftswertung der ADAC-Regionalclubs. Am Ende des Tages lagen ADAC Nordbayern 1 und ADAC Hessen-Thüringen 1 nicht nur punktgleich an der Spitze, sondern wiesen sogar identische Einzelergebnisse auf. Ein seltener Fall, der eine ungewöhnliche Entscheidungsfindung erforderte.
Den Ausschlag gab letztlich die stärker besetzte 125ccm-Klasse von ADAC Nordbayern, das sich damit den Tagessieg in der Mannschaftswertung sicherte. ADAC Hessen-Thüringen 1 belegte Rang zwei, das Podium komplettierte ADAC Nordbayern 3 auf dem dritten Platz.
Ausblick: Weiter geht's in Schlüchtern
Mit dem zweiten Saisonlauf hat der ADAC Enduro Jugend Cup Mitte 2026 weiter an Schwung gewonnen. Die Nachwuchstalente konnten nicht nur Punkte sammeln, sondern sich auf einer hochwertigen Strecke weiterentwickeln und wertvolle Rennerfahrung mitnehmen.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem MC Münchenbernsdorf und allen freiwilligen Helfern, dem ADAC Hessen-Thüringen sowie den Seriensponsoren Addinol, MXC und Weber-Werke, die den Nachwuchssport mit ihrem Engagement am Leben halten.
Der dritte Saisonlauf steht bereits Ende Juni beim MSC Schlüchtern auf dem Programm. Dann geht der Kampf um die Thüringenmeisterschaft in die nächste Runde.
Weitere Informationen zum ADAC Enduro Jugend Cup Mitte gibt es unter: ortsclub-portal.de