
Doppelter Jubel in Jerez: Wie Alex Marquez seinen zweiten Heimsieg holt
Alex Marquez krönt seinen 30. Geburtstag und sein 250. Grand Prix mit einem souveränen Sieg in Jerez – und erklärt, was sich in den vergangenen vier Wochen verändert hat.
Es hätte kaum ein besseres Drehbuch geben können: Wenige Tage nach seinem 30. Geburtstag schrieb Alex Marquez beim Grand Prix von Spanien in Jerez ein weiteres Kapitel seiner Karriere. Das Heimrennen war zugleich sein 250. Grand Prix über alle Klassen hinweg – und der Gresini-Ducati-Pilot machte daraus ein ganz persönliches Fest.
Starker Auftritt nach schwierigem Saisonstart
Nach einem unfreiwillig frühen Ende im Sprint – einsetzendem Regen und einem Sturz sei Dank – präsentierte sich Alex Marquez am Renntag in bestechender Form. Im Trockenen war er schlicht nicht zu bezwingen. Es war sein zweiter Sieg auf der Strecke in Andalusien, nachdem er dort bereits im Vorjahr triumphiert hatte, und insgesamt sein vierter Erfolg in der MotoGP-Königsklasse.
"Das ist etwas Magisches", schwärmte Marquez nach der Siegerehrung. "Schon ab Freitag hatte ich das Gefühl, wirklich fliegen zu können. Ich fühlte mich auf dem Motorrad pudelwohl, war auf den Linien sicher und hatte das Tempo auf eine fast leichte Art und Weise."
Das war nicht selbstverständlich, denn die ersten drei Saisonrennen in Übersee verliefen für den Spanier enttäuschend. An die starken Leistungen aus der Vorsaison konnte er zunächst nicht anknüpfen. Umso eindrucksvoller war der Befreiungsschlag auf heimischem Boden.
Mentalität als Schlüssel zum Erfolg
Was hat sich verändert? Laut Marquez waren es weniger technische Anpassungen am Motorrad als vielmehr eine andere innere Herangehensweise. "Wir haben natürlich ein paar Details am Bike verändert, aber wirklich nur Kleinigkeiten. Der entscheidende Unterschied war, dass ich in den vergangenen vier Wochen intensiv mit dem Team kommuniziert und meinen eigenen Fahrstil analysiert habe."
Die Erkenntnis, die er dabei gewann, klingt simpel, ist aber mental alles andere als leicht umzusetzen: "Ich habe mir gesagt: Ich muss über die Probleme hinwegfahren. Nicht darüber nachgrübeln, nicht in die Box kommen und immer dieselben Aussagen machen – sondern einfach das Potenzial abrufen, das in uns steckt."
Statt sich auf die Schwächen zu konzentrieren, rückte er die Stärken der Ducati GP26 in den Vordergrund: "Dieses Motorrad hat in vielen Bereichen echtes Potenzial. In den ersten drei Rennen haben wir das nicht herausgearbeitet. Dieses Wochenende habe ich genau das getan – einfach das Beste aus allem herausholen."



