
Triumph trotz Schmerzen: Emil Doras holt emotionalen MiniEnduro-Europacupsieg in Frankreich
Der junge Thüringer Emil Doras krönte ein dramatisches Rennwochenende in Frankreich mit dem Gesamtsieg beim MiniEnduro European Cup 2026 – trotz Sturz, Schulterverletzung und einem nervenaufreibenden Finale.
Es hätte kaum dramatischer sein können: Beim Auftakt des MiniEnduro European Cup 2026 am 9. und 10. Mai in Frankreich lieferte der Thüringer Nachwuchsfahrer Emil Doras eine Leistung ab, die Motorrad-Fans so schnell nicht vergessen werden. Mit Kampfgeist, Nervenstärke und einem unbändigen Willen sicherte sich der junge Deutsche trotz widriger Umstände den Gesamtsieg beim ersten internationalen Saisonrennen.
Katastrophaler Auftakt – und eine beeindruckende Aufholjagd
Der erste Renntag begann für Emil Doras denkbar schlecht. Bereits in der Auftaktprüfung kam der Thüringer zu Fall und zog sich dabei eine Schulterverletzung zu. Der Crash riss ein Loch von rund 20 bis 30 Sekunden in seine Gesamtzeit – und katapultierte ihn ans hintere Ende des Klassements auf den vorletzten Platz.
Was folgte, war eine bemerkenswerte Reaktion. Prüfung für Prüfung kämpfte sich Doras nach vorne und fuhr dabei mehrfach unter die schnellsten drei Fahrer des gesamten Feldes. Am Ende des ersten Wettkampftages stand ein starker fünfter Gesamtrang zu Buche. Noch beeindruckender: Den amtierenden Europameister, der auf Platz sechs landete, ließ er in vier von fünf Prüfungen hinter sich – teils mit deutlichem Abstand. Ohne den frühen Sturz wäre sogar der zweite Platz in Reichweite gewesen.
Nacht voller Ungewissheit – Start am zweiten Tag lange fraglich
Über Nacht verschlimmerte sich der Zustand der verletzten Schulter erheblich. Am Sonntagmorgen konnte Emil den linken Arm kaum noch heben, ein Start schien lange mehr als fraglich. Mit getapter Schulter und Schmerzmitteln entschied sich der Youngster dennoch, das Rennen fortzusetzen – und ließ erneut aufhorchen. Trotz der Schmerzen fuhr er in den Prüfungen konstant unter den besten drei bis fünf Fahrern des Feldes.
Regelchaos und ein Zwei-Sekunden-Krimi vor der letzten Prüfung
Als wären Sturz und Verletzung nicht genug Drama, sorgte eine turbulente Situation an der Zeitkontrolle für zusätzliche Aufregung. Vier Fahrer – darunter ein starker Konkurrent aus Ungarn – hatten sich an einer Kontrolle zu früh abstempeln lassen und erhielten zunächst eine Zeitstrafe. Im Livetiming schob sich Doras dadurch auf Rang zwei vor.




