Sprintenduro Meltewitz: SHERCO Deutschland glänzt mit doppeltem Podiumserfolg
Beim 2. SHC Meltewitz Sprintenduro holte SHERCO Deutschland erneut zwei Podiumsplätze in der Gesamtwertung – und bewies damit einmal mehr, warum das Team zur Spitze des deutschen Enduro-Sports gehört.
Das Team von SHERCO Deutschland lässt in der Saison 2026 nichts anbrennen. Beim 2. SHC Meltewitz Sprintenduro im sächsischen Meltewitz fuhr die Mannschaft von Teamchef Marcus Kehr erneut zwei von drei Podiumsplätzen in der Gesamtwertung des Deutschen Enduro Championats ein – und das an gleich zwei aufeinanderfolgenden Renntagen. Luca Fischeder belegte jeweils Rang zwei, Matyas Chlum komplettierte das Doppelpodium mit zweimal Platz drei. Auch der Nachwuchs des Teams lieferte starke Ergebnisse ab.
Harte Bedingungen, starke Leistungen
Die Strecke rund um Meltewitz verlangte den Piloten an beiden Tagen alles ab. Anspruchsvolle Sonderprüfungen, tiefer und anspruchsvoller Untergrund sowie knappe Zeitabstände zwischen den Fahrern sorgten von der ersten bis zur letzten Runde für packende Enduro-Action. Umso beeindruckender ist die Konstanz, die das Sherco-Aufgebot unter diesen Bedingungen an den Tag legte.
Ergebnisse im Überblick
Gesamtwertung Deutsches Enduro Championat:
🥈 2x Platz 2: Luca Fischeder
🥉 2x Platz 3: Matyas Chlum
Klassenwertungen:
🥇 2x E2-Klassensieg: Matyas Chlum
🥇 2x E3-Klassensieg: Luca Fischeder
Nachwuchsbereich:
🥈 1x Platz 2 / 🥉 1x Platz 3 – Junioren-Meisterschaft J2: Erik Schmidt
🥈 2x Platz 2 – Jugend-Cup: Jannis Schwabe
Fischeder: Bestzeiten, aber Stürze kosten den Sieg
Luca Fischeder war in Meltewitz zeitweise der schnellste Mann auf der Strecke. Vor allem in den frühen Runden lieferte er sich ein packsendes Duell um die Tagesbestzeiten und setzte mehrfach Ausrufezeichen. Am Ende verhinderten jedoch Stürze an beiden Renntagen, was nach der Leistung eigentlich drin gewesen wäre: der Gesamtsieg.
„Vom Fahren her war es ein intensiver Fight. Gerade die ersten Runden waren extrem eng. Ich konnte an beiden Tagen Bestzeiten fahren. Leider hatte ich dann jeweils zum Ende hin einen Sturz, der mich die entscheidenden Sekunden gekostet hat", schilderte Fischeder die Situation. Platz zwei war deshalb nur ein Teilerfolg für den Sherco-Piloten: „Ich denke, meine Pace war gut. Die Stürze dürfen einfach nicht passieren. Daran muss ich für die nächsten Rennen arbeiten."
Chlum kämpft sich trotz Verletzungsschmerzen aufs Treppchen
Matyas Chlum bewies in Meltewitz bemerkenswerten Kampfgeist. Schon am ersten Renntag plagte ihn starker Arm Pump, ehe er in der letzten Sonderprüfung noch einen heftigen Sturz verkraften musste. Der zweite Tag stand dann im Zeichen von Schmerzen in Arm und Bein – doch der Tscheche biss die Zähne zusammen und fuhr unbeirrt zu zwei dritten Plätzen in der Gesamtwertung sowie zwei Klassensiegen in der E2.
„Das Wochenende war insgesamt gut für mich. Am ersten Tag hatte ich große Probleme mit Arm Pump und im letzten Test einen heftigen Crash. Am zweiten Tag hatte ich Schmerzen im Arm und Bein, aber am Ende ist alles gut ausgegangen und ich bin zufrieden mit dem Ergebnis", resümierte Chlum.
Nachwuchs zeigt, was in ihm steckt
Die Zukunft des Teams ist ebenfalls in guten Händen – das machten die jungen Sherco-Piloten in Meltewitz mehr als deutlich.
Erik Schmidt: Heimrennen mit Podiumsduft
Für Erik Schmidt war der Lauf in Meltewitz ein echtes Heimspiel, und die Kulisse zeigte ihre Wirkung: Zahlreiche Vereinsmitglieder, begeisterte Zuschauer und anfeuernde Kinder entlang der Strecke schufen eine besondere Atmosphäre. In der Junioren-Meisterschaft J2 holte Schmidt je einen zweiten und dritten Platz.
„Es war wirklich cool mit den vielen Leuten aus dem Verein und den Zuschauern. Viele Kinder haben uns angefeuert", schwärmte er. Sportlich verlief das Wochenende trotz eines frühen Sturzes, der wertvolle Zeit kostete, zunehmend besser. „Teilweise war das Fahren wirklich ordentlich. Am Ende waren die Platzierungen insgesamt okay."
Jannis Schwabe: Comeback nach Crash und zwei zweite Plätze
Im Jugend-Cup bewies Jannis Schwabe an beiden Tagen starke Nerven und sammelte zweimal Platz zwei. Dabei begann das Wochenende alles andere als reibungslos: Ein schwerer Sturz bereits in der zweiten Sonderprüfung des ersten Renntages bremste ihn früh aus.
„Ich habe mich auf dem Boden eigentlich richtig wohlgefühlt und schnell Vertrauen aufgebaut. Der Sturz in der zweiten Sonderprüfung hat mich dann aber erstmal ausgebremst", erklärte Schwabe. Auf eben jener zweiten Sonderprüfung zeigte er seine eigentliche Klasse und fuhr dort mehrfach die Bestzeit. Am zweiten Tag verpasste er im Kampf um den Sieg durch Zeitverlust in den ersten Runden das Optimum. „Ich wusste, dass ich das Tempo für ganz vorne habe. Deshalb ärgert mich Platz zwei schon etwas. Aber ich weiß jetzt genau, woran ich arbeiten muss."
SHERCO Deutschland: Topteam der Saison 2026
Mit einer beeindruckenden Ausbeute an Podiumsplätzen – sowohl in der Gesamt- als auch in den Klassenwertungen – und starken Nachwuchsergebnissen untermauert SHERCO Deutschland seinen Anspruch, auch in der Saison 2026 zur absoluten Elite des deutschen Enduro-Sports zu gehören. Die Konstanz der einzelnen Fahrer sowie die Breite des gesamten Kaders sind das klare Markenzeichen der Mannschaft.
Nächster Stopp für das SHERCO Deutschland Team:
📅 01.–02. August 2026
📍 Großlöbichau
Dort will das Team nahtlos an die starken Leistungen aus Meltewitz anknüpfen – und vielleicht diesmal auch den Gesamtsieg perfekt machen.