
Egig Performance Projekt 407: Südtiroler baut Vespa-Zweitakter mit über 100 PS
Was als Hobby begann, ist heute ein Stück Zweitakt-Geschichte: Erich „Egig" Oberpertinger aus Südtirol hat eine klassische Smallframe-Vespa mit einem selbst entwickelten 407-Kubik-Motor auf über 100 PS getrimmt.
Erich Oberpertinger hat eigentlich Koch gelernt – und entstammt einer Südtiroler Gastronomen-Familie. Doch die Leidenschaft für Vespa-Tuning ließ ihm keine Ruhe, und so wagte er Mitte zwanzig den Schritt: Aus dem Hobby wurde ein Beruf. 2017 gründete er in Klausen bei Bozen die Firma Egig Performance – benannt nach seinem Spitznamen, der ihn schon seit frühester Kindheit begleitet.
Ein Netzwerk aus Profis im Hintergrund
Egig Performance ist kein klassischer Einzelkämpfer-Betrieb. Für CAD-Konstruktionen, Guss- und Fräsarbeiten greift Oberpertinger auf ein gewachsenes Netzwerk befreundeter Fachtechniker aus Südtirol und Norditalien zurück. Die kreative und treibende Kraft hinter allen Projekten bleibt jedoch er selbst: Erich „Egig" Oberpertinger.
Zweitakt-Tuning als Kerngeschäft
Das Produktportfolio von Egig Performance dreht sich vollständig um Zweitakt-Vespas – allen voran die begehrten Smallframe-Modelle bis Baujahr 1990. Tuningteile, komplette Kits und fertige Motoren stehen im Angebot. Mit der bisherigen Topbaureihe, der Serie 220, lassen sich bei entsprechendem Hubraum bis zu 40 PS erzielen – zuverlässig und dauerhaltbar, wie Oberpertinger selbst betont. Rund 130 Motoren verlassen seine Werkstatt jährlich, die Kunden sitzen längst nicht mehr nur in Südtirol oder Italien.
Vier Jahre Entwicklung für ein dreistelliges Ziel
Parallel zum regulären Geschäft läuft bei Egig Performance die Suche nach den absoluten Grenzen des Machbaren. Lange galt eine Leistungsmarke von 70 PS als natürliche Schallmauer – bedingt durch Materialeigenschaften und die beengten Platzverhältnisse des Smallframe-Rahmens. Doch Oberpertinger gab sich damit nicht zufrieden.
Über vier Jahre und mehrere Tausend Arbeitsstunden reifte das Projekt 407 heran. Anfang 2026 war es dann soweit: Bei einem Prüfstand-Event in Österreich zeigte das Display erstmals eine dreistellige Zahl – vor einem johlenden Publikum.




