QJMotor Fort 600: Chinas neuer Maxi-Scooter mit 57 PS und Zweizylinder-Power
QJMotor wagt 2026 den großen Schritt im Roller-Segment: Der neue Fort 600 bringt einen wassergekühlten Zweizylinder, Brembo-Bremsen und 165 km/h Topspeed auf die Straße.
Während QJMotor bei den Motorrädern mit der SRK 1051 RR bereits die 1.000-Kubik-Schwelle genommen hat, blieb das Roller-Programm des chinesischen Herstellers bislang auf Einzylinder-Modelle mit maximal 350 Kubik beschränkt. Das ändert sich 2026 mit dem Debüt des QJMotor Fort 600 – einem ausgewachsenen Maxi-Scooter, der in puncto Technik und Leistung neue Maßstäbe im QJ-Universum setzen soll.
Fort 600 oder Fort 550 GS – je nach Markt
Der neue Roller basiert auf einem 550-Kubik-Reihenzweizylinder und übernimmt damit die Spitzenposition im QJMotor-Scooter-Lineup. In China wird das Modell nach der dort üblichen Typbezeichnungslogik voraussichtlich als Fort 550 GS geführt, während der Exportmarkt unter der Bezeichnung Fort 600 bedient werden soll.
Moderner Zweizylinder mit bis zu 57 PS
Das Herzstück des Fort 600 ist ein wassergekühlter Parallel-Twin mit doppelten obenliegenden Nockenwellen (DOHC) und vier Ventilen pro Zylinder. In China ist die Maschine mit einer Spitzenleistung von 42 kW (57 PS) homologiert. Für die europäische Version – ausgelegt auf Euro-5+-Konformität – sind rund 54 PS bei 7.500 Umdrehungen pro Minute im Gespräch, wenngleich diese Zahl noch nicht offiziell bestätigt wurde.
165 km/h dank Aluminium-Fahrwerk
Bei der Höchstgeschwindigkeit verspricht die chinesische Typgenehmigung beachtliche 165 km/h, womit der Fort 600 souverän auf der Autobahn mitschwimmen kann. Angetrieben wird das Hinterrad rollertypisch per Variomatik, doch der Kraftfluss endet nicht wie gewohnt an einer Kette: QJMotor setzt auf einen Zahnriemen als Endantrieb – eine Anleihe aus der Motorradwelt. Ebenso sportlich-motorcyclesk fallen die Hinterradschwinge und der vollständige Rahmen aus, der konsequent in
Upside-down-Gabel und großzügig dimensionierte 15-Zoll-Räder
Die Vorderradführung übernimmt eine Upside-down-Telegabel, die dem Fort 600 optisch und fahrdynamisch einen sportlichen Charakter verleiht. Die Bereifung fällt mit 120/70 R15 vorn und 160/60 R15 hinten üppig aus, passend dazu misst der Radstand stattliche 1.575 Millimeter.
Brembo-Bremsen und Bosch-ABS an Bord
Das Bremssystem des Fort 600 lässt keine Wünsche offen: Vorn sorgt eine Doppelscheibenbremse mit radial verschraubten Vierkolben-Bremszangen von Brembo für maximale Verzögerung, kombiniert mit einem ABS von Bosch. Auch das Hinterrad ist selbstverständlich mit einer Scheibenbremse ausgestattet.
224 kg Gewicht – für die Klasse bemerkenswert leicht
Vollgetankt bringt der QJMotor Fort 600 lediglich 224 Kilogramm auf die Waage – ein in dieser Fahrzeugklasse beachtlich niedriger Wert, den das Aluminium-Chassis ermöglicht. Der 14-Liter-Tank sorgt für ausreichende Reichweite, die Sitzhöhe von 75 Zentimetern macht den Roller auch für weniger große Fahrer gut zugänglich. Als zulässiges Gesamtgewicht gibt QJMotor 384 Kilogramm an.
Ausstattung: Connectivity, Kameras und Komfort
Zur erwarteten Serienausstattung gehört ein großes Farb-TFT-Display mit Connectivity-Anbindung inklusive Navigation und USB-Anschluss. Griffheizung und Sitzheizung sollen den Komfort weiter steigern. Für den chinesischen Markt werden darüber hinaus Front- und Heckkameras diskutiert – ob diese Features auch den Weg nach Europa finden, bleibt abzuwarten.
Konkurrenz für Kymco – Preis und Verfügbarkeit offen
Technisch und konzeptionell bewegt sich der QJMotor Fort 600 auf Augenhöhe mit dem Kymco AK 575i aus Taiwan, wenngleich mit eigenständigem Styling. Der Kymco ist seit Anfang 2026 in Deutschland erhältlich und kostet 12.719 Euro bei 52 PS und 238 kg Leergewicht – ein Orientierungspunkt, an dem sich QJMotor beim Pricing kaum vorbeischleichen dürfte. Konkrete Importpläne für Deutschland und Österreich existieren laut dem zuständigen Importeur KSR jedoch noch nicht.
Gleich drei Varianten geplant?
Ein Blick in die chinesischen Fahrzeugdokumente verrät: Unter dem Fort-600-Dach könnten insgesamt drei Modellvarianten entstehen. Neben der Basisversion wäre ein komfortorientiertes Fort 550 GT denkbar, sowie ein abenteuerlustiges ADV-Modell im Offroad-Look – womit QJMotor die gesamte Maxi-Scooter-Bandbreite abdecken würde.