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Historisches Wochenende in Mernes: Mit über 400 Startern erlebte der IGE & ADAC CC Enduro Cup West seine bisher größte Teilnehmerkulisse seit fast vier Jahren.
Motorrad News Redaktion
Was für ein Wochenende! Mernes verwandelte sich am 11. und 12. April 2026 in das Epizentrum der deutschen Offroad-Szene. Beim zweiten Saisonlauf des IGE & ADAC CC Enduro Cup West 2026 strömten sage und schreibe 483 Fahrerinnen und Fahrer an die Startlinie – ein neuer Rekord, der die enorme Popularität des Formats eindrucksvoll unterstreicht.
Die Veranstalter hatten im Vorfeld nicht gekleckert, sondern geklotzt: Die Strecke wurde von Grund auf neu gestaltet und bot eine abwechslungsreiche Mischung aus verschiedensten Herausforderungen:
Künstliche Hindernisse, die fahrerisches Feingefühl und Technik forderten
Rasante Motocross-Sektionen für all jene, die das Gaspedal lieben
Anspruchsvolle Singletrails, auf denen Konzentration und Präzision gefragt waren
Der Samstag verwöhnte die Teilnehmer mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen – ideale Voraussetzungen für packende Rennen. Die Jedermannsklasse war restlos ausgebucht, und mehr als 110 Teams gingen gemeinsam auf die Strecke.
Gegen 21 Uhr in der Samstagnacht setzte leichter Regen ein. Was zunächst nach einer trüben Prognose für den Folgetag klang, entpuppte sich als Glücksfall: Der Niederschlag band den Staub, ohne die Strecke in eine Schlammschlacht zu verwandeln. Anfangs noch etwas rutschige Wiesenabschnitte entwickelten sich nach wenigen Runden zu griffigem, fahrbarem Untergrund. Auch am Sonntag waren alle Startfelder bis auf den letzten Platz gefüllt – und die 483 Gesamtstarter markierten den höchsten Wert seit fast vier Jahren.
Abseits der eigentlichen Rennen sorgte ein besonderes Gaudi-Event für Begeisterung im Fahrerlager: Ein Hochsprung-Wettbewerb im Sudden-Death-Modus zog die Zuschauer in seinen Bann. Runde für Runde wurde die Latte höher gelegt, bis am Ende ein Sieger feststand. Julian Donnecker bewies auf seiner Stark Varg die nötigen Nerven und sicherte sich den Titel bei einer finalen Höhe von über 1,30 Metern. Das gelungene Zusammenspiel aus Rennsport und Entertainment stärkt genau das, was diese Veranstaltung ausmacht: den starken Gemeinschaftsgeist im Fahrerlager.
Besonders erfreulich entwickelt sich die noch junge Sprintklasse mit 90 Minuten Renndauer. Das Format überzeugt durch seine Offenheit: Motocrossfahrer, die einen ersten Ausflug ins Enduro-Metier wagen wollen, sind ebenso willkommen wie Piloten auf Elektromaschinen. Die freie Motorradwahl sorgt für bunte Startfelder, in denen der E-Bike-Anteil kontinuierlich wächst.
Auch Profi Meiko Keim nutzt die Klasse ganz gezielt: „Für das Erzbergrodeo muss ich genau wissen, wie weit ich mit dem Akku komme – dafür ist die Sprintklasse perfekt", erklärt er seine Strategie.
Den sportlichen Höhepunkt des Wochenendes lieferte Max Stradtner vom AMC Bad Windsheim / AMS Dirtbikes Team. Der Beta-Pilot ließ der Konkurrenz schlicht keine Chance:
Schnellste Rundenzeit: 6:42 Minuten
Als einziger Fahrer überhaupt 26 Runden absolviert
Sowohl Gesamtsieg als auch Klassensieg gesichert
Eine makellose Vorstellung, die zeigt, was möglich ist, wenn Mensch und Maschine perfekt harmonieren.
1. Julian Mayer
2. Michael John
3. Krystian Kozdra
1. Max Stradtner
2. Benjamin Richter
3. Florian Siebert
1. Jonathan Enners
2. Peter Grosch
3. Luca Seelhof
1. Michael Maschmeyer
2. Lars Hoffmann
3. Gerd Langer
1. Mario Nonnenmacher
2. Julian Donnecker
3. Jörg Flender
1. Sandsurfer (MRSC Mernes)
2. Team Werthmann (Enduro Koch Racing)
3. Enduro Koch Husky-Power / AMC Bad Windsheim
1. Lina Härtner
2. Mia Abelein
3. Maren Schmuck
1. Frank Werthmann
2. Janosch Donnecker
3. Andre Rückert
1. Arne Gräb
2. Thomas Klein
3. Patrick Polisidis
1. Frederik Härtner
2. Malte Schmitt
3. Maddox Mittag
1. Bernd Oppenländer
2. Lars Hoffmann
3. Andreas Harnacke
1. Fynn Rückert
2. Len Berthold
3. Mia Abelein
1. Jona Ben Schild
2. Lennox Longin
3. Leon Zeinert
1. Armin Donnecker
2. Matthias Hau
3. Hartwig Dewitz
1. Michael Schirmer
2. Roland Elze
3. Christian Lehmann
1. Friedrich Büsch
2. Andreas Schneider
3. Lothar Clauß
1. Steven Nickolai
2. Luca Bitz
3. Steffen Plößer
Die Organisatoren zogen ein rundum positives Fazit: Die Resonanz aus der Szene war überwältigend, die Teilnehmerzahlen übertrafen alle Erwartungen, und der Fokus liegt bereits auf einem noch besseren Saisonfinale in Mernes. Das erklärte Ziel bleibt die perfekte Symbiose aus Racing, Spaß und Gemeinschaft.
Der nächste Saisonlauf steht bereits in den Startlöchern: Am 23. und 24. Mai 2026 gastiert die Serie beim MSC Lahnberge in Wolfshausen. Die spannende Frage lautet: Wird der Rekord von Mernes bereits dort gebrochen?
Quelle: Julian Mayer, ADAC Pfalz
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